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Wer wären wir ohne Erwartungen?

Über Selbstwert, Rollen und das Verlernen alter Muster


was bin ich mir selbst wert?


Viele fragen mich immer, ob es mir schwer fiel allein durch Lateinamerika zu reisen. Zum Einen ist man seltener allein, als man denkt, aber zum anderen war meine Antwort immer ein klares “Nein”. Denn während mein Rucksack zwar noch deutlich zu schwer war, wurde das Gewicht auf meinen Schultern immer weniger.


Die Erwartungen von anderen — die Erwartungen an mich selbst, sie ließen nach. Ich befreite mich davon, es immer allen recht machen zu müssen. Mich selbst in ein Muster zu quetschen, in das ich vielleicht schon lange nicht mehr passe. Es war befreiend.


Ich durfte zum ersten Mal einfach Clara sein. Ich — in voller Fülle und ohne Erwartungshaltung an mein Verhalten. Ich entschied, was ich teilte und was nicht. Das was zählte, war der Moment, nicht die Vergangenheit oder die Zukunft.


Ich konnte endlich atmen. Ich durfte sein.

Mein Selbstwert hing nicht davon ab, wie andere mich sahen. Er war einfach da.


die rückkehr zu den zweifeln.


Nach sechs Monaten kam ich zurück nach Hause. Ich war mir sicher, was ich gelernt hatte, wie ich mich selbst wahrnahm — das wird bleiben. Ich bin gut so, wie ich bin.


Doch die Realität sah leider etwas anders aus. Täglich wurde ich damit konfrontiert, welches Bild andere Menschen von mir abgespeichert hatten. Welche Erwartungen an mich gestellt wurden, die ich weder erfüllen wollte noch konnte. Denn ich hatte mich verändert. Und sie passten nicht mehr.


Doch wie erklärt man dem Umfeld etwas, das für sie nicht sichtbar ist.

Der Konflikt in mir wuchs. Denn wollte ich nicht dazugehören? Allerdings hatte ich hatte doch so viel über mich gelernt. Ich hatte angefangen mir mehr Liebe zu schenken.


Ich merkte — ich habe noch so viel zu verlernen.


gemeinsam ein schritt weiter.



Ich wollte Menschen zusammenbringen, die sich die gleichen Fragen stellen und gemeinsam ein Stück mehr Selbstliebe finden wollen.


Ende März war ich also gemeinsam mit Janka von Kaler in dem wunderschönen Brandenburg mit einer kleinen Gruppe, die Gegend sowie die eigenen Gedanken erkunden. Wir bekamen Impulse zum Thema Selbstwert und konnten diese in Stille für uns verinnerlichen sowie mit den anderen besprechen. Teile der Route führten an dem Weg der "66-Seen-Wanderung" entlang, welche mit mehr als 400 km um Berlin führt.


Janka ist seit über 20 Jahren Verkehrstherapeutin und hat sich in der kognitiven Verhaltenstherapie sowie Selbstwertgefühl-Coaching weitergebildet. In ihrem Beruf hat sich bereits mit vielen verschiedenen Personen und Ausgangspunkten gearbeitet. Dabei ist immer wichtig:


Der Selbstwert entwickelt sich im Lauf des Lebens. Und: Er lässt sich verändern.

Viele unserer emotionalen Reaktionen sind erlernt. Durch Erfahrungen. Durch Muster, die sich über Jahre eingeprägt haben. Das heißt aber auch, wir können es umlernen.


wie aus dem lehrbuch.


Und dann passierte etwas, das perfekt illustriert, was Janka uns gerade erklärt hatte:


Wir standen in einer Waldlichtung. Ein Motorrad kam angefahren und Frust kam bei uns auf. Warum fährt man mit dem Motorrad durch den Wald? Das muss nun wirklich nicht sein!


Doch siehe da, auf dem Rücksitz befand sich ein kleiner Hund. Schon süß. Und dann hat der auch noch einen kleinen Motorradcap auf. Wie cool ist das!


Plötzlich war der Motorradfahrer doch nicht mehr so böse. Der Hund hatte ihn gerettet.


Spannend, wie die Gefühlslage sich so schnell verändern kann.


das nehme ich mit.


Am Ende des Tages war mein Herz voller Wärme. Die Gespräche gingen tief, aber genauso war auch eine gewisse Leichtigkeit vorhanden. Die Natur gab uns den Raum für Ruhe und Gelassenheit. Einen Ort, an dem wir einfach sein durften.


Dabei lernten wir:

→ Wenn eine Emotion extrem erscheint: Nimm Abstand und frage dich “Reagiere ich auf die Situation – oder auf ein altes Muster?”


→ Es ist wichtig den eigenen Maßstab zu hinterfragen — Sind meine Erwartungen wirklich meine oder habe ich sie übernommen?


→ Selbstwert lässt sich stärken. Tag für Tag. Schritt für Schritt.




















weiterer gedankengang.


Janka und mir war also klar — das wird nicht das letzte Mal bleiben, dass wir Menschen in diesem Rahmen zusammenbringen wollen. Es gibt noch so viele Themen! Denn wie entstehen Gefühle überhaupt und wie beeinflussen sie unsere Handlungen?


Nicht nur uns hat die gemeinsame Zeit in der Natur gut getan, sondern auch die Stimmen unserer Teilnehmenden verstärkte unser positives Gefühl.


Die Gespräche waren richtig tief und haben mich sehr berührt. Das hat mich zum Nachdenken gebracht und mir neue Perspektiven gegeben. — Reni

Also geht es am 14. Juni weiter: "Gedankengang - Den Emotionen auf der Spur" in den Tiefwerder Wiesen.




Ich war vor ein paar Tagen dort, um die Route zu erkunden. Ich konnte es kaum fassen, dass ich in der Stadt eine solche Oase antreffen durfte.


Berlin kann zwar laut und trubelig sein, doch auch hier findet man ruhige Plätze. Zu häufig vergessen wir, was direkt vor unserer Nase liegt. Aus diesem Grund veranstalte ich einmal im Monat einen kostenfreien Community Walk.


Diesen Sonntag, 17.05., 13:00 — 17:00 Uhr

Treffpunkt: S-Bahnhof Schlachtensee

Route: Schlachtensee → Grunewald → Wannsee

Dauer: ca. 3 - 3 1/2 Stunden

Kostenlos, offen für alle


Kommst du mit? 🙂


Neben neuen Orten, entdeckst du vielleicht auch neue Leute, die Interessen mit dir teilen!


gut zu wissen.


Community Walk | 17.05.

13:00 Uhr | Treffpunkt: S Schlachtensee | Kostenfrei



Gedankengang | 14.06.

Den Emotionen auf der Spur | Tiefwerder Wiesen | mit Janka von Kaler



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meine Frage für dich.


Wann war die letzte Situation, in der du eine Emotion gefühlt hast – und mit Abstand gemerkt hast: Die Reaktion passte nicht zur Situation? Was glaubst du war das Muster dahinter?

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